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Samstag, 19. Dezember 1998

Sparrow-Tag!!

Heute morgen wachte ich mit einem seltsamen Gefühl auf. Irgendetwas war anders. Die Welt hatte sich entscheidend verändert. Aber was war es? Und warum gerade heute?

Voller Zweifel und mit gemischten Gefühlen stand ich auf, duschte und kochte starken Kaffee; denn um dieses Rätsel zu lösen, bedurfte es unmenschlichen Kaffeemengen und absoluter Wachsamkeit.
Als ich den ersten Liter dieses Koffein haltigen Getränks vernichtet hatte, traf mich die Erkenntnis wie die Faust eines gereizten Boxers, dessen Freundin man angräbt:
Sparrow hat heute Geburtstag!
Happy Birthday, Schatz :-)

*waaaaaaaaaaah* Was denn nun? Wie sollte ich mit dieser Tatsache umgehen? Eine Rede schreiben! Äh, besser nicht. Damit macht man sich meist wenig Freunde. Ein Gästebucheintrag! Ist erledigt (trotz der Schreihälse dort ;-).

Ah, jetzt hab ich es: Teil 19 des Adventskalenders schreiben und zwar einen richtig langen - wo niemand drin stirbt, naja fast niemand ;-). Okay, ist heute Abend fertig, so gegen 20.00 Uhr. *händereib*

*Kaffee trinkend*
*düstere Gedanken bekämpfend*

harlequin
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Donnerstag, 17. Dezember 1998

Ich will ihn aber töten!!

Donnerstag, 17.12.98 - laut sparrows Funkwecker 02:36 und 44 Sekunden Piep.

Am Telefon:
Anmerkung: Im Nachfolgenden nenne ich mich "ich" und sparrow "sparrow"
sparrow: Nenn mich nochmal Schatz und ich tret dir vors Schienbein Blödmann.
ich (grübel): Ok Schatz, dann eben nicht.
sparrow: grrr
ich: Ich will nicht mehr! Ich habe keine Lust 25 Teile am Stück zu schreiben. Ich mag dich nicht!
sparrow (Kommandoton): Sei ruhig, füll Kaffee nach und schreib weiter.
ich: Du bist ja so gemein.
sparrow: Wer hat den die ganze Zeit genervt, man müßte einen Vorlauf schaffen. Also Klappe jetzt und schreib.
ich (trotzig): Wenn ich den Weihnachtsmann nicht umbringen darf, schreib ich kein einziges Wort mehr, schließlich war der Kalender meine Idee. Bäh!
sparrow (im Koffeinrausch): Mach doch deinen Kram alleine. Dann mach ich mich über Zauberfees Dreier her und danach schreibe ich "Mittwochs in Cyberia" zu Ende.
ich: Kommt vor dem "und" ein Koma?
sparrow: Frag mich nicht.
beide: schweigen
beide: kichern hysterisch
sparrow: Ich ruf dich in einer Stunde wieder an, und dann will ich zwei Teile mit mindestens 500 Worten hören.
ich: Also 250 pro Geschichte.
sparrow (entnervt): Nahein! 500 pro Geschichte.
ich: Ich hasse dich!
sparrow: Ich dich auch, bis in einer Stunde.
ich: Aber...
sparrow: tut tut tut
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Dienstag, 15. Dezember 1998

Der einhändige Verwirrte....

Heute morgen, so gegen 3.25 Uhr, harlequin steht auf, will sich auf die Arbeit vorbereiten, dh.
  1. Kaffee kochen - schwarz, stark und ohne Zucker
  2. Waschen, Zähneputzen.
  3. Anziehen
Bei Punkt drei traten Probleme auf, ich habe seit etwa anderthalb Wochen Probleme mit meinem linken Unterarm - leichte bis schwere Schmerzen machten das Arbeiten zu einen besonderen Erlebnis. Heute aber war es nicht mehr so witzig. Auch nach wiederholten Versuchen brachte ich es nicht fertig, mich vernünftig anzuziehen - und das in meinem Alter!

Also denn, ab zum Doc. "Akute Sehnenscheiden Entzündung." Die Diagnose war vernichtend, mein Leben zog an mir vorbei - all die schönen Momente, vor dem Rechner, an der Tastatur. Mein erster Taschenrechner, dann der erste Gameboy. Alles dahin. *waaaaaaaaaaaahhhh*
"Salbenverband, kühlen und Ruhe für den Arm!" Maulend nahm ich noch ein Rezept entgegen und machte mich aus dem Staub, bevor der Doc noch mit nem Gipsverband kommt... .

Wieder zu hause angelangt, verfuhr ich wie üblich:
  1. Rechner anschalten
  2. Stereo Anlage anschalten und aufdrehen
  3. Jacke ablegen und Wohnungstür schließen
Bei Punkt eins habe ich dann den ersten Versuch des einhändigen Schreibens gestartet - es funzt! Nur die Großbuchstaben machen Probleme.
Irgendwann später nahm ich mir dann die Packungsbeilage von dem Schmerzmittel vor, welches mir der gute Doc ans Herz gelegt hatte. Ich war erstaunt als ich lesen mußte:
Gegenanzeigen
...
Weitere Gegenanzeigen sind:
  • aktive Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre während der letzten sechs Monate oder Anamnese von rezidivierenden Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren
  • schwere Leberinsuffizienz (schwere Leberfunktionsstörung)
  • schwere nicht dialysierte Niereninsuffizienz (schwere Nierenfunktionsstörung ohne Blutwäsche)
  • Kinder unter 15 Jahren
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Blutungen im Magen-Darm-Trakt (gastrointestinale Blutung), Hirnblutung (zerebrovaskuläre Blutung) oder andere Blutung.
Das kann ja heiter werden! Auf ein Kind war ich gar nicht vorbereitet, und wie erkläre ich meiner Familie meine Schwangerschaft? Muß ich jetzt zu Bärbel oder doch eher zu Sonja?

euer harlequin

PS: Das Medikament, aus dessen Packungsbeilage ich zitiert habe ist: Mobec 7,5 mg Tabletten von der Firma Dr. Karl Thomae GmbH in 88397 Biberbach
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Samstag, 12. Dezember 1998

Wenn einer eine Reise tut...

Heute bin ich mal wieder mit der Eisenbahn gefahren. Schon erstaunlich was man dabei alles erlebt. Das wirklich Erschreckende an dem Zugfahren heute war die Tatsache, daß die deutsche Bahn selbst nach mehreren Anläufen immer noch pünktlich war.
Ich kann mir das einfach nicht erklären, so kennt man die Bahn gar nicht. Irgendetwas stimmt da nicht.
Nun denn, einmal im Zug sitzend und in der Gewissheit, kein einziges Mal bei diesen ungemütlichen Wetter umsteigen zu müssen kam schon so etwas Vorfreude auf das Ziel meiner Reise in mir auf. Wenn man davon absieht, daß ich in einem Raucherabteil saß und dort zwei ostdeutsche Frauen mittleren Alters rauchend über ihre Stasivergangenheit und Christstollen sächselten (no I am NOT kidding), war die Reise also wirklich angenehm.

SchnippSchnapp dies ist ein Absatz!

Plattenbauten. Kopfsteinpflaster. Bomberjacke mit deutschen Schäferhund. Ich muß zugeben, der erste Eindruck, als ich aus dem Taxi stieg war ziemlich trist. Dann aber ging es rapide aufwärts....bis in den fünften Stock!
Treppensteigen ist schön, vorausgesetzt man wird nett und freundlich empfangen, so wie ich! :-) Eine gut gelaunte sparrow begrüßte mich (was schon mal ein prima Anfang ist ;-) und dann begegnete ich IHM - dem Untermieter! Schnell waren alle Formalitäten geklärt (in etwa 5 Sekunden stellten wir uns gegenseitig vor, tauschten Kindheitserinnungen aus, diskutierten über "Krieg und Frieden" sowie das Wetter...). Irgentwann hatte Spatz dann auch endlich die Tür geschlossen und wollte uns einander vorstellen
tse... ;-)

Essen war sehr gut! Danke!
Comicmäßig bin ich auf einen neuen Geschmack gekommen und werde demnächst mal wieder meinen örtlichen Buchhändler mit Extra Wünschen wie Orignalausgaben quälen ;-). Besonders glücklich bin ich, das endlich ein Geschenk in passender Runde, am passenden Tag geköpft wurde. :-)
Leider ging dieser Tag viel zu schnell zu Ende. Der Zug war unerwartet pünktlich, was mich noch ein Stückchen mißtrauischer machte. Da stimmt was nicht! Durch diese lästige Pünktlichkeit wurden auch all meine Hoffnungen auf theatralische Abschiedsszenen zu nichte gemacht. *snief*

Last but not least:
Der ganze Schnee ist hier weg! Wer war das? Als ich hier weggefahren bin, war noch alles weiß. Verdammt!

euer harlequin
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Mittwoch, 02. Dezember 1998

Weihnachten ist toll.

moin!

Ganz ehrlich, was ist aus Weihnachten geworden? Geldmacherei! Jawoll. ;-) Nein, Weihnachten hat immer Geld gekostet und dies nicht erst seit heute. Ich mag Weihnachten nicht. Alles wird auf Liebe und Menschlichkeit getrimmt. Spendenaktionen rollen traditionell wieder an, denn zur Weihnachtszeit zählt ein Menschenleben einfach mehr. Bösartige Unterstellung? Nö, vielleicht nur etwas krass ausgedrückt.

Doch irgendetwas ist schon an Weihnachten dran - irgendein Zauber. Ursprünglich wollte ich Weihnachten komplett ignorieren, aber irgenetwas setzte mir eine Idee in den Kopf und diese konnte ich einfach nicht ignorieren. Ein Adventskalender! Nicht weltbewegend? Schon mal gesehen? Mag sein.
Aber nicht diesen hier
Eine Weihnachtsgeschichte in 24 Teilen.

Viel Spaß
harlequin

PS: Aber auf meiner Homepage gibt es keine Weihnachts - Deko! Damit das klar ist :-)
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