disability
Freitag, 26. Februar 1999

Vorbereitungen

Alle Formalitäten sind erledigt.
Mein Arbeitgeber kann die Verlängerung meines Arbeitsvertrages bis ins Jahr 2000 auf Eis legen.
Meine Bank läuft nicht Amok, weil meine Versicherungen auch weiterhin abgebucht werden, obwohl ich nur noch recht wenig auf diese Konto einzahlen werde.
Diverse Skripte habe ich modifiziert, so daß sie CarbonCopys von wichtigen Mails an zwei weitere Adressen verschicken.
Von meinen lieben Verwandten habe ich mich verabschiedet. Die anderen sind mir egal. Das ist das einzig positive an den nächsten 10 Monaten, mir bleibt ein nervender Teil meiner Verwandtschaft erspart.

Was bleibt also noch zu tun?
Ich werde gleich zum Friseur rennen und mir eine, dem Anlaß entsprechende, Frisur zulegen. Kurz zwar, aber auch ein wenig extravagant, schließlich sollen die Herrschaften bei der Bundeswehr gleich merken, mit wem sie es zu tun haben :-).
Uhr zum Uhrmacher bringen und wieder abholen (zwischendurch reparieren lassen...)
An besonders liebe Menschen noch eine Mail schreiben.
Telefonumleitung programmieren (erst Sonntagabend)
Diverses Schreibmaterial besorgen. Tagebuch wird natürlich weiter geschrieben.
Digitalkamera für dieses Wochenende abholen. Zur Dokumentation: vor der Bundeswehr, vor und nach der Party und sowieso noch ein paar Photos für die HP.
Auf der Homepage noch ein paar Hinweise geben, so daß der Traffic nicht abreißt :-).

Soviele Dinge und das meiste nur, weil ich gepennt habe. Aber nun gut, zu ändern ist es nicht mehr, ausser ich prügel meinen Anwalt gegen seinen Willen vor Verwaltungsgericht, was allerdings aussichtslos wäre.
10 Monate Dienst warten auf mich. Abteilung Lazarett. Ist doch was, besser als Panzergrenadier :-). Blut kann ich sehen und für Medizin habe ich mich schon immer interessiert.
Sicher ist das mit meinem Job ärgerlich, auch würde ich gerne mehr für meine Homepage hier tun. Aber mit etwas Glück finde ich dort im Dorf ja ein Internet Kaffee oder die Kaserne hat einen Zugang ;-). Und wenn alles nichts hilft, werde ich dafür sorgen, daß es dort Internet gibt.

"Haben sie Internet?"
"Nein."
"Gleich schon!"
"Um Gottes Willen, was sind das für Geräte, was sollen all diese Kabel und was bedeutet 34Mbit Anbindung?"
"Vertrauen sie mir....ich weiß, was ich tue."

;-)


Dies ist keine gute Zeit.
Aber auch sie wird vorbei ziehen.

harlequin
geschrieben von harlequin ( The early years.... ) :: Kommentare(0) :: Permalink ::
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