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Dienstag, 30. Mai 2000

H4xxor!!! (Hacker) :)

Moin!
Ich habe ausgesprochen gut Lästerlaune! Wer ein schwaches Gemüt haben, oder sich leicht von irgendwelchen unangenehmen Dingen angesprochen fühlen sollte, klicke sich bitte jetzt aus...
Danke!

Wo fange ich denn mal an? Microsoft bläst eine Präsentation ihrer Windows Zukunftspläne ab, weil die Zukunft von Windows durch das evtl. bevorstehende Splitting in mehrere Unternehmensbereiche eben dies Zukunft gefährdet.
Och, ein Träne Mitleid! Und nun soll mir bitte niemand damit kommen, daß durch so eine Aufsplittung Arbeitsplätze gefährdet wären. Diese Argumentation in etwa so stichhaltig wie die Versprechen über die Features ein jeder Windowsversion der letzten 10 Jahre.

Was noch, ah ja: Skandal um die nun nicht mehr so ganz geheime Version 6.0 der AOL Zugangssoftware. Da hat es doch ein böser Praktikant gewagt und diese von AOL als Alphaversion gekennzeichnete Software öffentlich zugänglich gemacht. Das eigentlich schlimme daran ist, dass die mutigen User, die das 35mb große Programm von dem entsprechenden Server runtergeladen und installiert hatten, keinen nennenswerten Unterschied zu der zukunftsweisenden - stabilen 5er Version der AOL Zugangssoftware feststellen konnten. ;-)
Selbiger Praktikant hat übrigens schon ein "dududu!" von den AOL Anwälten zu hören bekommen, als er vor diesem Vorfall Einzelheiten über die "neue" Zugangssoftware ausplauderte, natürlich auf den gleichen Seiten, über die man später eben diese Software runterladen konnte.
Er selbst begründet dies mit der Standartfloskel eines jeden Kid-hacker/cracker/möchtegernhighsecuritymassnahmenumgehender lamer: "...also eigentlich wollte ich nur auf die gravierenden Mängel des Netzwerkes bei der Firma soundso aufmerksam machen..." zu entnehmen der crackiquette, zu finden auf einschlägigen Micky Maus Seiten.

Ein Hinweis an die vb-script nutzenden Virenproduzenten: Einen Virus auf einem Betriebssystem zu entwickeln, dabei eine Sprache zu verwenden, die sich ebenfalls zu über 90% auf dieses Betriebssystem beschränkt, diesen dann mit immer noch dem gleichen Betriebssystem zu verbreiten um dieses Betriebssytem zu beschädigen ist schon etwas lame, oder? Zumindest kommt es nicht an die Orginalität der früheren Viren Terroristen heran ;-). Man könnte meinen, ihr spielt in eurer Freizeit nicht Quake unter Linux sondern ballert auf Federvieh unter Windows....

Noch etwas? Mhm, nein. Für heute soll es reichen.

...
...
Was heißt hier schwerer Ausnahmefehler? Du Mistmühle! Dir werde ich Beine machen! Wenn du nicht spurst, installiere ich auf dir OS/2 mit Bootmanager. So, wo war noch mal mein Systemverzeichnis? Hallo? Haaallllllooooooooo?! ....
;-)
euer harlequin
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Montag, 29. Mai 2000

Der ruhende HG

Moin!
Irgendwann heute morgen war mir, als hörte ich ein entferntes Piepen. Nun, da es ziemlich schnell von einer offensichtlich rohen Gewalt zum Schweigen gebracht wurde, schwelgte ich weiter in meinen Traumwelten, hüpfte über blühenden Almen mit kniehohem Gras, schlenderte bei Sonnenuntergang an Südseestränden dahin oder hatte als erster harlequin eine Audienz beim Papst...

Bis, ja bis ein anderes, viel energischeres Geräusch an meine Ohren trat: Mein Telefon!
"Lars hier, wer wagt es...."
Weiter kam ich nicht.
"Wo bleibst du? Ich stehe hier schon seit ner viertel Stunde!"
Ups, mein Fahrer, der mich um kurz vor halb sechs abholen wollte...
"Äh, ich steh dann jetzt mal auf und bin gleich unten."
Eine Antwort erhielt ich nicht mehr.

Rein in die frischgewaschenen BW-Klamotten, Socken an, Stiefel... STIEFEL!? Wo waren diese elenden Stiefel? Diese Vaterlandsverräter! *fluch*
Keine Stiefel, also Turnschuhe zur Uniform. Mütze? ARGH! Dann halt keine Kopfbedeckung.

Gehetzt in der Kaserne angekommen fand ich meine Stiefel und meine Mütze, wo ich sie letzten Freitag abgelegt hatte: In meiner Unterkunft. Na danke!
7.00 Uhr, Antreten. Der Sturm der vergangenen Nacht hatte aus der Kaserne einen ziemlich realen Kriegsschauplatz gemacht, der Weg zum Antreten war eher ein stolpern, als ein geordnetes gehen.
Doch dann! Ein Licht brach durch die Finsternis dieses Morgens: Beförderungen! Sicher, um befördert zu werden muss man beim Bund oft nicht allzuviel getan haben, aber dennoch erfüllt einen ein neuer Dienstgrad mit einer nicht zu verachtenen Portion Selbstzufriedenheit, vielleicht auch mit ein wenig Selbstgefälligkeit ;-).
Diesmal war ich mir ganz sicher, heute, ja genau heute würde es soweit sein. Ich werde von dem Dienstgrad des Obergefreiten in die Riege der Hauptgefreiten gehievt. Tatsächlich.

Hah! So schlecht war der Tag dann doch nicht...

spatz, flik bitte meldet euch! Man bekommt ja eher einen Termin mit dem Steuerberater, als einen von euch an diverse Kommunikationsmittel gezerrt ;-)
euer harlequin
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Sonntag, 28. Mai 2000

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind

Moin!
Twister light im EinsLive Sektor!
Heute gab es hier Windstärken bis zur Stufe 10!! Bäume knickten auf die A30 und die Äste und Zweige versuchten mich daran zu hindern, an den Zigarettenautomaten zu kommen.

Hah! Ich habe es doch geschafft und mich für den nahenden Weltuntergang gerüstet...

Soll es dort draussen doch stürmen! Ich habe essen, trinken, Strom, ISDN und Zigaretten.
*gewappnet*
euer harlequin
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Samstag, 27. Mai 2000

Ballonseide rulez ALDI!

Moin!
Einkaufen ist ein Ritual! Manche Leute verbringen Stunden damit, Einkaufszettel zu schreiben, im Kopf diverse Simulationen über mögliche Situationen der kommenden Tage ablaufen zu lassen und durchsuchen schon im Vorfeld gewaltige Prospektmengen nach den günstigsten Angeboten.
Soviel zu den trainierten Einkäufern, die garantiert immer eine Mark für den Einkaufswagen parat haben.

Ich für meinen Teil wirke dagegen wie ein blutiger Anfänger, denn ich habe keine Liste dabei, wenn ich einkaufen gehe, oder gar vorher in irgendwelche Postwurfsendungen geschaut.
Nein, ich habe nicht mal ein Markstück dabei - obwohl ich es besser wissen müßte. Aber ich kaufe dennoch sehr günstig ein: Bei ALDI!

So auch heute. Irgendwie sah unser Kühlschrank schlecht aus. Irgendwie hatte er total abgebaut. Irgendwie fühlte er sich wohl leer. Die Milch war schlecht (sch**ß Vollmilch!), die Salami und der Käse verschwunden und die Marmelade machte ohne Toast auch nicht wirklich Sinn.
Ich fuhr also mit Monika zum ALDI. Den Polo geparkt, auf dem Weg zu den Einkaufswagen, fiel mir ein süßer kleiner Daimler ins Auge, 300sonstwas SEL. Niedliches Schlachtschiff, auf ALDI Beutezug.
Die Jogginghose hinterm Steuer parkte gerade seinen Egoverstärker aus, erntete dabei etwas befremdliche Blicke von den anwesenden Kunden. So weit, so gut.
Doch die Jogginghose wollte mehr! Er parkte nicht nur aus, nein, er fuhr weiter rückwärts, etwa 30 Meter bis zum Ausgang (ja, Ausgang, nicht Ausfahrt!) öffnete per Knopfdruck den Kofferraum, in den dann sein Jogginghosen Kollege einen erbärmlich kleinen Einkauf verstaute und einstieg.
ALDI - Drive In.

Egal, unser Kühlschrank ist wieder voll. Und der Stern noch ein weiteres Stück gesunken.

:-)
euer harlequin
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Freitag, 26. Mai 2000

Pferdepflegerin!

Moin!
So langsam gerate ich wieder in den alten Trott. Der Rechner läuft rund um die Uhr, arbeitet eine Work Unit nach der anderen ab (offline natürlich, mit Hilfe von ein paar Tools), rechnet hier und da an ein paar neuen Bildern und ist sowieso mein Anrufbeantworter.
So komme ich nach hause und brauche nur noch den Monitor einzuschalten. Wohlgefühl weit und breit. Das verdammte Linux läuft stabil und Windows zeigt sich neuerdings auch von seiner positiven Seite (no more blue screens...).
Wenn bloss dieses lästige Aufstehen morgens um halb fünf nicht wäre. Dann würden die nächtlichen Sessions nicht so auf die Kaffeekasse schlagen und meine Augenränder wären weniger chronisch. Ausserdem warte ich immer noch auf den Monitor mit eingebautem Solarium, die Alibifunktion für "Freaks" wie mich ;-).

Mein Mitbewohner ist eine Woche lang nicht da *jubel*. Mein Toast! Meine Nudeln! Mein Kaffee! Mein Besuch! :-)

*loveit*
euer harlequin
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Freitag, 19. Mai 2000

Freitags wasch ich....

Moin!
So stelle ich mir einen fast idealen Start ins Wochenende vor: Gegen neun Uhr zurück nach Osnabrück fahren, weil ein paar Kameraden, mich eingeschlossen, noch den einen oder anderen wichtigen Termin hatten. Gut, ob diese nun alle unaufschiebar waren sei einfach mal so dahingestellt.
Termin abgeharkt, ein wenig vor dem Rechner gesessen, um dieses Entzugsgefühl in meiner Magengrube zu besänftigen, eine Ladung für die Waschmaschine sortiert, konnte es mit dem allfreitäglichen Aufräumen los gehen.
Schon faszinierend, welche Berge sich auftürmen, wenn man innerhalb der Woche nach hause kommt und keine Lust hat, auch nur einen Handschlag zu tun. Das saubere Besteck schwindet, die Aschenbecher quellen, und mein Zimmer wird zu einem Hindernislauf (irgendwie muss man ja seine Reflexe trainieren).
Während dieses gemeinsamen Putzwahns muss ich oft an die "gute, alte Zeit" zurück denken, als ich noch daheim bei meinen Eltern lebte.
;-) Was hat meine Mutter oft Wochenlang gezetert, dass ich meine Bude aufräume. Irgendwann habe ich mich halt dazu bewegen können, aber der Aufwand, den meine Mutter bis zu diesen Zeit getrieben hat, um mich soweit zu kriegen war enorm.

Die Zeiten ändern sich. Spätestens, wenn man seine eigene Wohnung hat.
bügelnder Weise...
euer harlequin
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Donnerstag, 18. Mai 2000

Wilde Jahre, oder so... :)

Moin!
Neulich dachte ich, ich hätte eine Todesanzeige von meinem Diary gelesen, irgendwo... ... oder war das nur ein warnender Alptraum? Jedenfalls hat mich dieses Erlebnis dazu animiert, mich schleunigst an die Tasten zu setzten und der gähnenden Leere hier ein Ende zu bereiten.
Doch bevor ich dazu gekommen bin mußte etwas mit dem alten Design geschehen: ES MUSSTE WEG!
;-)
Zu dunkel für den Frühling und ausserdem nicht gerade einfallsreich. Ich führe dies auf Übernächtigung bei zu wenig Kaffee und Nikotin zurück - eine fatale Mischung! Doch diesmal sollte alles stimmig sein, der Kaffee floß in rauhen Mengen und für Zigaretten hatte ich auch gesorgt.

Doch was gibt es sonst neues ausser dem Offensichtlichen? Tja, unsere WG wildert durch das neue Revier und hat schon diverse Kneipen in der Osnabrücker Altstadt zu Stammkneipen erklärt.
Es ist schon erstaunlich, wie schnell man nette Menschen kennenlernt, wenn man sich gutgelaunt, mit einem Lächeln auf den Lippen bewaffnet, in die Mengen stürzt. Und manchmal kommen dabei sogar Dinge zustande, die nicht in ein öffentliches Tagebuch gehören. ;-)
Persönlich nenne ich dieses "Kontakt aufnehmen, intensiveren, evtl. pflegen". Doch ich zweife ab. Es geht uns gut! Jeden Tag vom Bund zurück ins traute Heim fahren und nicht mehr permanent mit dem Dienst konfrontiert sein ist mehr als angenehm. Der allgemeiner "Bundkoller" bleibt aus und man bewahrt sich einige Nerven und vor allem jede Menge Verstand!!

Leben wieder anders!
euer harlequin
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