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Dienstag, 30. Mai 2006

Das verfluchte Erbe

Heute war nicht gut, garnicht gut. Nein, heute war schwammig, dunstig, schmerzhaft.

Die Nacht war lang, sehr lang. Doch nicht exzessive Tätigkeiten ließen das Dunkel ohne Schlaf verstreichen, nein, ein Dämon aus meiner Vergangenheit hatte sich neben meinem Bett postiert und flüsterte mir leise ins Ohr, lautstark ins Mark:

     Oh Kaffee mein,
der du bist in meiner Tasse.
Geheiligt werde deine Wirkung,
deine Kraft komme,
dein Wille geschehe,
durchflute mich von der ersten
Faser, bis zur letzten Synapse.
Meinen täglichen Rausch gib
mir heute und vergib mir den
Schlaf, wie auch ich vergebe
dir den Muskeltremor.
Denn dein ist die Röstung,
das Aroma,
die Augenränder.

In Ewigkeit,
schwarz - ohne Zucker.

Vergangenheit fragt ihr? Ja, Vergangenheit, sage ich. Denn ich habe diesen Dämon schon vor Jahren in einen Käfig gesteckt.
Doch irgendwie ist er entkommen, hat sich rausgeschlichen, meine eiserne "3 Pfund Kaffee Reserve" entdeckt, den Staub an meiner Kaffeemaschine, die Trauer meiner Kaffeetasse.

Dies ist also die Vergeltung für eingesperrte Dämonen.

PS: Heute habe ich den Dämon gefüttert, vielleicht gibt er Ruh.
geschrieben von harlequin ( strange things ) :: Kommentare(1) :: Permalink ::
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Oh weh... [antworten]

Oh welche Sünd,
täglichen Gebrauchs,
täglichen Leids,
täglichen Schmachtens.

Verflucht seist du,
oh Kaffeebohne,
edler Marke,
so bitteren Geschmacks.

geschrieben von Angels (31.05.2006 11:22)
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