Dienstag, 16. März 1999
Bundeswehr: Innendienst
Röchel, hust, schnupf.Habe ich gestern bereits erwähnt, daß es mir bescheiden geht? NEIN?
Kann gar nicht :-). Nach dem ich in der vergangenen Nacht sage und schreibe 4 Stunden vernünftig geschlafen und meine Tempo® Taschentücher komplett dem Schnupfen geopfert habe, stand mein Entschluß fest: Ab in den San-Bereich.
Das wäre ja auch eigentlich ganz einfach, wenn es da nicht ein paar Regeln bei der Bundewehr gäben würde, die man gefälligst einzuhalten hat, wenn man zum Onkel Truppen Doc will.
Erstmal sollte die Kleidung angemessen sein. Man greife in den wohlsortierten Spint und hole den feschen Sportanzug heraus - welch Ironie, du fühlst dich nach Bett, finaler Salbung und Ähnlichem, aber nö du mußt sportlich wirken.
Punkt zwo:
Wenn du meintest du könntest einfach zum Doc rennen, ohne vorher eine kleine Papierschlacht anzufangen, hast du dich getäuscht. Ich also wieder zurück ins GeZi (Geschäftszimmer) um dort eine Art Laufzettel abzuholen.
Punkt zwo(a):
Papier ist geduldig und will beschrieben werden. Im San-Bereich nochmal anmelden. Neuer Bogen wird ausgefüllt und es wird erstmal pauschal nach deinem momentanen Leiden gefragt.
Punkt drei:
Pauschales Fieber messen im Behandlungszimmer.
Punkt vier:
Untersuchung beim Doc. Etwa 3 Minuten, Diagnose: fette Erkältung. Wieso bin ich nicht überascht? Fühlen sie sich Innendienst tauglich, oder wollen sie nach hause? Innendienst, niemand könnte meine Glotze wieder zurück bringen und ohne TV bin ich nur zu..... 7/8 Mensch ;-).
Punkt fünf:
Medikamente abholen.
Punkt sechs: Den ersten Zettel bei meinem Gruppenführer abgeben.
Ihr seht, es ist eine wahnsinns Erfahrung, bei der Bundeswehr krank zu werden.
bye
harlequin
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