Mittwoch, 16. Mai 2001
Danke für den Fisch.
moin! Gibt es eigentlich nur noch beschissene Nachrichten, Hiobsbotschaften und Weltschmerz? Es ist doch zum heulen.
Am 11. Mai ist einer meiner Lieblingsautoren im Alter von nur 49 Jahren gestorben: Douglas Adams.
Per Anhalter durch die Galaxis war wohl sein bekanntestes Werk, sprühend vor Fantasie, wahnwitzigen Ideen und Überaschungen. Oft hat mich diese Buchreihe aus den Tiefen einer temporären Depression geholt. Aufheiternd, nie platt und immer irgendwie anders...
So sitze ich nun hier, Tag für Tag und meine Lust irgendetwas zu tun schwindet immer mehr. Mein Hunger geht gen null, meine Gesundheit schließt sich dem - wenn auch mit Verzögerung - an. Noch 2 Monate und ich bin ein sattes viertel Jahrhundert alt.
Andere haben zu diesen Zeitpunkt schon eine Familie gegründet. Andere sprühen vor Energie und baden wie betrunken in ihrer ganz eigenen, egoistischen Glückseligkeit.
Ich habe nicht mal eine Badewanne, was selbst ein Bad in Selbstmitleid unmöglich macht, wenigstens etwas. Ich kann nicht in Selbstmitleid baden, mir Asche übers Haupt schütten oder gar mich selbst beweinen. Es wäre zu einfach, sich noch mehr der Frustration hinzugeben. Steh auf Männchen! Los, beweg deinen Hintern und höre auf dich zu verkriechen, dich abzuschotten und jeden neuen Kontakt zu meiden.
Es ist Frühling, die Menschen sind fröhlich und so kontaktfreudig wie zu keiner anderen Jahreszeit. Widerwillig nehme ich die neuendeckte Energie war, welche durch soviele Zeitgenossen fließt, während ich meinen Winterschlaf gegen Frühjahrsmüdigkeit tausche.
Lone figure walks beside a restless shore
How much more?
How much more?
The world doesn't have to tell me what I need
I know how to fail and how to succeed
Tide always turns quicker
when your're least prepared
Lone figure walks beside a restless shore
Always scared.
Anne Clark - 'Tide' Bis bald,
harlequin
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