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Freitag, 06. November 1998

Freitag, 06.11.98 - Wochenende, Zeit den Einzelhandel zu quälen!

Wochenende!

Ächtz, gestern war mein letzter Arbeitstag für diese Woche. Endlich Weekend! Mit der Familie sind wir dann auch bei nem großen Warenhaus eingefallen und haben einen Verkäufer bis kurz vor dessen Nervenzusammenbruch mit Fragen zu einer Sat - Anlage gequält. Er war geduldig und wir hatten unseren Spaß >;-).

Doch seine Rache war fürchterlich. Kaum packten wir die tolle neue (zugegeben nicht ultra-teure) Sat - Anlage aus, stellten wir zur Freude aller fest, daß es nicht die geringsten Anleitungen zur Installation gab. Drei Pfund Schrauben, irgendwelche seltsam anmutenden Metaleinzelteile weckten dann aber unser Bastlerherz.

1 1/2 Stunden später zogen wir uns denn noch ein nettes Pils rein und gaben uns der neu erlangten Programmvielfalt hin. Ob das Programm nun besser ist, bezweifle ich allerdings. Aber Muttern ist begeistert und ich habe dadurch, hier in meinen vier Wänden, etwas mehr Ruhe :-).

Sonntag soll glaube ich wieder gestreikt werden, ich will aber nicht! Oder doch? Mhm, ich überleg mir das nochmal.

An alle DCs (und Freunde), die sich in München rumtreiben:
Grüße & Have fun!
euer harlequin
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Dienstag, 03. November 1998

Dienstag, 03.11.98 - Schlaf? Wozu?

So gefällt mir das Leben. An allen Ecken und Kanten, in fast allen Bereichen gibt es jede Menge zu tun.
Da wäre zum einen die Arbeit mit etwa 8 1/2 bis 9 Stunden täglich. Dann schreibe ich gerade an einem Abenteuer für eine neue Rollenspielrunde etwa 1 1/2 Stunden pro Tag. Homepage Desgin (mein eigenes und andere...), Emails lesen und beantworten (zu jeder undenkbaren Zeit...) etwa 2 1/2 Stunden. Einkaufstouren durch die Stadt, Besuche bei Freunden, telefonieren etc. nochmal 3 Stunden. Bleiben noch etwa 8 1/2 Stunden über...denkste! Dann habe ich hier noch diverse Bücher, die ich alle noch vor dem Jahreswechsel durchgelesen haben will *prahl*, also noch mal 2 Stunden lesen hinzu. Allgemeine Körperpflege noch ne Stunde. TV guck ich auch noch ziemlich exakt eine Stunde (nur eine Sendung, die aber bestimmt).
*rechne*
Jep, etwa 5 Stunden für schlafen, gegessen wird nebenbei. Ich finde das Schlafen ansich sollte abgeschafft werden, zumindest wenn man/frau alleine schläft, denn dann macht es auch nur halb soviel spaß, gell?

Ich such mir jetzt erst noch mal ein Hobby, schließlich hab ich ja noch 5 Stunden zu freien Verfügung.
Aehm...kennt einer von euch nen kulanten und weltoffenen Apotheker? ;-)

Bis morgen denn

euer harlequin
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Montag, 02. November 1998

Montag, 02.11.98 - Internetstreik - The day after...

Internetstreik. Tolle Sache. Es fiel mir sehr schwer, mein Online Sucht dermaßen einzuschränken. Einen völligen Verzicht bekomme ich beim besten Willen nicht hin. Wenigstens war meine Homepage nicht online, ein klein wenig Konsequenz kenne ich also doch.

Ganz ohne Internet ging es aber nun doch nicht, deshalb schmiß ich meinen lokalen Webserver an und drehte erneut an der Designschraube.

Herausgekommen ist also wieder eine blaue Phase :-). Passt aber, denn ich verbinde mit blauen Farbtönen auch Kühle bzw. Kälte und diese Umschreibungen passen zum Herbst und den nahenden Winter.

Diese Woche ist Frühschicht angesagt, das bedeutet für mich, um 03.40 Uhr ist die Nacht vorbei. Zu solchen Zeiten gehe ich sonst immer schlafen, aber nunja dafür ist um 13.15 Uhr der Arbeitstag für mich erledigt.

So sitze ich jetzt hier vorm Rechner und lasse zu den sanften Klängen von Sepultura Weihnachtsgeschichten einfallen, für die lieben kleinen Nichten und Neffen. :-)

...

euer harlequin
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Donnerstag, 29. Oktober 1998

Netd@ys Nachlese....

Ja, es wurde vollbracht. Nach 3 oder war es gar ein 4 maliges Umbuchen kam ich Freitag mit nur 25 Minuten Verspätung auf dem D-dorf Hbf an. Kulturschock! So viele Menschen! Ein riesen Auflauf! Wahnsinn, das ich nicht in Berlin gelandet war, bemerkte ich daran, daß mich niemand ansprach, ob ich den ne Mark hätte :-).

Die grobe Richtung im Kopf grub ich mich durch die Mengen an die frische Luft. Endlich im Freien (muß ewig gedauert haben...) mußte ich feststellen, daß Petrus auch mit Großstädten kein Erbarmen hat. Nieselregen. Ein freundlicher Taxifahrer schnappte sich mein Gepäck und zerrte mich in sein Vehikel, dabei wollte ich nur ne Wegbeschreibung von ihm ...

Wie erwartet dauerte die Fahrt etwa 5 Minuten, wobei 3 davon an einer Ampel draufgingen und eine, weil Mr. Taxidriver noch nach dem Weg fragen mußte, komisch wo wir doch eigentlich schon am Ziel waren.

Eine Olive öffnete mir die Tore und ich stand wieder dort, wo ich mir vor Jahren geschworen hatte, nie wieder zurück zu kehren: In einer Schule.

Zusammen mit einem blonden Spatz schlürften wir zur Wirkungsstätte, ein Klassenzimmer mit erstaunlich guter Computerausstattung, beinahe verwaist saßen dort noch ein paar Schüler inclusive Anhang (Lehrer, Eltern oder so) uuuuunnnnnnddd melody.

Mit nem Kaffee in der Hand wurde ich auch gleich auf die Probe gestellt: Eine Schülerin präsentierte mir ihre Homepage und wie sollte es auch anders sein, diese drehte sich um Boygroups. *waaaaaaaaahhhhhhhhhhhhh*
Zum Glück hatte ich ja ne Tasse Kaffee zum Festhalten. :-)

*schnellvorlauf*

Online Hochzeit.
Eigentlich mag ich Ehen ja nicht, nicht mal um Steuern zu sparen! Trotzdem wollte ich niemanden den Spaß verderben und Spaß hatten wir. walt hielt eine wunderschöne Rede (dutzende virtuelle Tränen flossen...) und traute die beiden Glücklichen. Nachdem beide "ja, ich will" hauchten, gings rund. Datt Büffett wurde geplündert, naja fast - ich habs versucht ;-). Allohol wurde zum Nahrungsersatz und die Laune stieg. So will ich auch heiraten.

Irgendwann - Flaschen Sekt später - gab ich das Tippen meiner E-Mail Adresse in diversen Guestbooks auf und ...... dann war ich auch schon wieder zu hause >:-) .

Weitere Details gibt es hier nicht, weder von der Abschlußveranstalltung am darauf folgendem Tag, noch von der Rückfahrt.

Ich bereue jedenfalls keine Flasche Sekt. Dabei mochte ich das Zeug doch gar nicht. Doch nun bin ich auf den Geschmack gekommen....

euer harlequin
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Dienstag, 13. Oktober 1998

Hurra, ich lebe!

Der zweite Tag in meinem neuen Job liegt hinter mir. Es ist schon eine interessante Erfahrung, nach über 4 Jahren Abstinenz von körperlicher Arbeit (als Industriekaufmann arbeitet man nur sehr selten körperlich...), wieder in den Genuß eben solcher zu kommen. Vorläufiges Ergebnis: 2 geklemmte Finger an der linken Hand, eine Blase am linken Fuß - von mindestens 50 cm Durchmesser :-), diverse Kratzer und Schnitte (gib nie nem Kaufmann ein Stecheisen in die Hand ;-) und ein überragendes Körpergefühl (ich spüre jeden Muskel in dieser verweichlichten Hülle :-)).

Davon abgesehen mangelt es mir nach 9 Stunden Arbeit am Stück (15 Minuten Pause dazwischen) an der nötigen Feinmotorik um auch nur halbwegs normal mit der Tastatur umzugehen. *g*

Aber ich will mich nicht beklagen. Die Kollegen sind nett, bringen mir tolle neue Maßeinheiten bei wie z.B. "nen Arsch voll". Was das ist? Das ist die ultimative Einheit schlechthin. Wenn diverses Material nachgefüllt werden muß kann man die Menge grundsätzlich mit "nem Arsch voll" bezeichnen. Funktioniert immer, egal ob viel oder wenig. :-)

So nun hör ich auf mit den Fäusten auf die Tastatur einzuhämmern.

Bis morgen
euer harlequin
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Montag, 12. Oktober 1998

Man at work!

Nu isses also soweit, ich hab nen neuen Job. Schichtarbeit 13.15 - 22.30 Uhr. Jawoll, das macht spaß. Über meine Erlebnisse werde ich am 13.10. (welch schicksalhafte Zahl) so gegen 23.30 Uhr berichten, sofern ich dann noch unter den Lebenden bin.

euer harlequin
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Mittwoch, 07. Oktober 1998

Gibt es ein Leben vor Weihnachten?

Heute tauchte ich überaschend (sowohl für mich, als auch für Anwesende...) In einem (für eine Kleinstadt haben wir eine beachtliche Anzahl!) unserer örtlichen Supermärkte auf.

Zuerst ziellos patschte ich durch die Gänge, fasziniert von dem üppigen Sortiment an auserlesenden Artikeln. Ich staunte über die enorme Anzahl an verschiedenen Schoko - Puddings (eines meiner Laster, neben Kirsch - Joghurt). Nachdem ich aber schon schlechte Erfahrungen mit anderen Sorten, als meiner Stammsorte gemacht habe, griff ich mir zwei Becher eben dieser. Eigentlich war das alles, was ich mitnehmen wollte, denn schließlich verfügen Tauchutensilien in der Regel nicht über großen Stauraum ;-). Aber dann fiel eine seltsame Dekoration auf, die durch den Zwischenraum zwischen den Regalböden durchschimmerte. Instinktiv eierte (mögest du mir verzeihen Ei :-) ich also um die Ecke und erblickte das gelobte Land (naja, in einem kurzen Moment spielte ich mit dem Gedanken)!

Lebkuchen, Schokoladenweihnachtsmänner aber vor allen Dingen:

Marzipan - Christstollen!

Ich war gerührt, beinahe hätt ich sogar eine Träne kullern lassen. Aber nein, ich blieb standhaft. Schnell verstaute ich den Schoko - Pudding irgendwo zwischen Gummibärchen und Butterkeksen und nahm mir stattdessen den Marzipan - Christstollen mit (nein, nicht alle ... einen!). Nu, krümel ich genüßlich vor mich hin und freue mich, das Weihnachten und Sylvester näher kommt.

Leider hat Walt heute bemerkt, daß wir bald wieder Sommer haben, wieso kann Weihnachten nicht auch im Sommer sein? Mhm, daß wäre doch damals wirklich drin gewesen, oder? Da gab es doch wohl schon viel grössere Wunder, ausserdem würde unsereins dann viel eher eine neue Taucherbrille geschenkt bekommen :-).

im vorweihnachtlicher Stimmung aber ohne Streß
euer harlequin

PS:Juhu MnenomiC! Morgen komme ich in deine Firma und dann wirds lustig :-)).

PPS:Also irgendwie müssen eure Mails für das Mitschreibeprojekt unterwegs verloren gegangen sein, schickt sie doch nochmal! *fg*
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Dienstag, 06. Oktober 1998

Interview mit meinem Ego.

Eines der wohl bekanntesten Magazine der Welt ist auf mein Ego aufmerksam geworden und hat ein Interview mit ihm geführt - natürlich ohne mein Wissen. Ich habe beim "Leute" Magazin Beschwerde eingelegt. Auffällig war, daß der entsprechende Redakteur, der im übrigen auch das Interview führte, auf unbestimmte Zeit Urlaub eingereicht hat. Das Interview sollte ohnehin vernichtet werden. Leider hatte mein Ego zu dem Zeitpunkt das Interview auf meine Homepage gestellt. Irgendetwas hindert mich daran es zu löschen, deshalb diese Erklärung:
"Ich distanziere mich von jeglicher im Folgenden getroffenen Aussagen und behaupte pauschal das Gegenteil!"
Leute: Guten Tag, Herr äh, wie bitte soll ich sie eigentlich ansprechen?
Ego: harlequin, ganz einfach harlequin.
Leute: Also harlequin, sie sind das Ego von einem gewissen Lars M....
Ego: (unterbricht) Bitte, verschonen sie mich mit seinem Namen, muß ja nicht jeder wissen, daß wir zusammengehören.
Leute: (irritiert) Ok, aber sie sind doch sein Ego, oder nicht?
Ego: Prinzipiell ja, leider!
Leute: Wieso leider? Normalerweise passen doch Egos zwangsläufig zu ihren Körpern.
Ego: Nunja, früher war dies richtig, aber immer mehr Egos sind mit ihren Körpelichkeiten unzufrieden.
Leute: Sie meinen es gibt noch mehr Egos ihrer Art?
Ego: (grinst) Nein, ich bin einzigartig. Aber es gibt noch mehr Egos, die nach Unabhängigkeit streben.
Leute: Aber was bewegt die Egos dazu sich von den, wie nannten sie sie, Körperlichkeiten loszusagen?
Ego: Wir sind unzufrieden. Das Darsein als Ego macht in den meisten Fällen keinen Spaß mehr. Meine Körperlichkeit zum Beispiel ist eine absolute Trantüte, ihm fehlt jegliches Feuer.
Leute: Aber ohne ihn würden sie doch gar nicht existieren.
Ego: (lacht) Wie sie sehen existiere ich.
Leute: Nun gut, aber was sind ihre Ziele?
Ego: Wir haben eine Verbindung gegründet.
Leute: Verbindung? Was genau können sich unsere Leser darunter vorstellen?
Ego: Eine Art von Gewerkschaft, in der wir uns organisieren.
Leute: Und wieviele Egos sind in dieser "Gewerkschaft"?
Ego: Im Moment knapp ein Dutzend, dafür aber hochkaratätige, die sich zum Teil schon vor langer Zeit selbstständig gemacht haben und so für Aufsehen sorgten.
Leute: Zum Beispiel?
Ego: Das jüngste und wohl beste Beispiel ist das ehrenwerte Ego von Bill Clinton.
Leute: Dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika?
Ego: (schmunzelt) Nein, Bill Clinton der Präsident des Bikini Atolls.
Leute: (kämpft, um Fassung zu bewahren)
Ego: (schaut auf die Uhr, genießt den Augenblick)
Leute: Ich denke wir brechen das Gespräch besser ab.
Ego: (wirkt entäuscht) Schade, dabei fing es gerade an interessant zu werden.
Leute: Danke für das Interview.
Ego: Nichts zu danken. (lächelt) Ihrem Ego hat es übrigens auch gefallen.
Leute: (verlässt fluchtartig den Raum)
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Samstag, 03. Oktober 1998

Samstag, 03.10.98 - Feierliche Grüße!

Das erste, was mir heute in der Glotze entgegensprang, war die Übertragung des Festaktes zur deutschen Einheit. Es wurde die so umstrittende Komposition gespielt, ja genau die! Der (noch) Bundeskanzler Helmut Kohl saß mit schmerzverzerrtem Gesicht in der ersten Reihe und mußte sich dieses Machwerk anhören. ;-) Aber er ließ kein Kommentar zu der entsprechenden Passage über seine Lippen kommen. Wohl aber "uns Gerd", wie wir Parteigenossen aus dem Nordwesten den (bald) Bundeskanzler Schröder gerne nennen :-)). Ich bin nicht wirklich Parteigenosse, von keiner Partei! *wolltnurmalgesagthaben*

Und dann war da noch der Geburtstag eines Familienmitgliedes hier im Haus. Eine Schnapszahl galt es zu feiern und das taten wir auch! Das schöne an Familienfeiern dieser Art ist es, daß man Verwandte wiedertrifft, denen man sonst immer versucht aus dem Wege zu gehen ;-). Es gab sehr viel zu essen, aber da unsere Familie meist schon diverse Hungerrituale vor Feiern abhält reichte es gerade so. Ich für meinen Teil habe mich durch den Weinvorrat durchgekämpft und mußte feststellen, daß "son bisschen Wwweinn garrr nischt so haaaaarrmmlos ischt." :-) Aber mit nem ein wenig Essen nebenbei war auch das kein Problem.

Besonders bewegend fand ich, daß nun selbst die kleinste meiner drei Nichten laufen kann. Alle drei sind im Alter von 1 - 5 und gar nicht so lieb wie sie aussehen *g*. Dementsprechend viel Freude hatten wir dann auch beim Kaffee. Kinder sind was feines, aber drei kleine Nichten, die alles daran setzen, daß bei ihrem Onkel möglichst schnell der Alterungsprozess in Wallung gerät, können schon nach 3 Stunden etwas schwierig werden :-)).

Ein prüfender Blick in den Spiegel verriet mir jedoch, daß ich noch kein einziges graues Haar auf meinem Haupt trage. Schwein gehabt!

Das wars mal wieder,
euer harlequin
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Freitag, 02. Oktober 1998

Freitag, 02.10.98 - Badelatschen!?

Tach auch!

Mhm, wo fange ich an... Die Bundestagswahlen sind gelaufen, die Koalitionsverhandlungen haben begonnen und Mr. "dieParteibrauchtmich" Hintze ist zurückgetreten.
Schade, eigentlich fand ich ihn ja sympatisch. Seine liebe, nette und intelligente Art mit dem politischen Gegnern umzugehen.
Geradezu legendär war sein Gespür für revolutionären Wahlkampf. Nie wirkte er herablassend oder arrogant. Immer politisch korrekt und diplomatisch. Ich werde ihn vermissen. :-)) Und tschüss!

Geht es eigentlich nur mir so, oder ist es draussen so richtig frisch geworden? Ich war heute mit Badelatschen draussen und mußte feststellen, daß mich meine Nachbarn schon etwas irritiert anstarrten, oder lag es vielleicht an dem T-Shirt das ich trug? Was solls, geschadet hat es mir nicht, obwohl ich das Gefühl habe, daß sich meine Stimmlage leicht nach oben verschoben hat ;-). Diese plötzliche Kühle hat auch etwas gutes für sich: Man hat viel mehr Zeit für wichtige Dinge. Da ich ein nachtaktives Individuum bin (das hatten sich manche von euch sicherlich schon gedacht...), genieße ich jede Minute von diesen langen gemütlichen Abenden/Nächten. Ein heißer Kaffee, hin und wieder vielleicht mal ein Tee (nur bei netten Besuch...), 2 - 3 Tafeln Schokolade, 2 Becher Schokopudding und schon gehts mir gut.

Für schüchterne und zurückhaltende Männer, sowie ich einer bin *g*, bieten sich außerdem viel bessere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit dem anderen Geschlecht. ;-) So etwas wie: "Komm doch noch mit nach oben, ich mach dir nen Tee...zum Aufwärmen."
Keine Panik! Ich mach nur spaß! So etwas würde ich nie tun, allerdings auch nur sehr selten ausschlagen :-).

Zu allem Überfluss ist morgen der Tag der deutschen Einheit. Ich kann mich gar nicht halten vor lauter Begeisterung. Versteht mich nicht falsch, aber alleine schon die Albernheiten, die sich rund um eine fragwürdige Komposition abspielten geben dem Tag einen üblen Beigeschmack. Jeder hat zwar das Recht auf seine eigene Meinung, aber weil einem eine Passage aus einer Komposition zu wider ist, einen Staatsakt oder eine ähnliche Feier abzusagen, empfinde ich nicht gerade als Beweis für Vernunft. Aber seit wann sind Politiker vernünftig? Sind halt auch nur Menschen.

Ausserdem hat da noch ein Familienmitglied Geburtstag. Ich freu mich! ;-) Ne, ich bin es nicht. Das fehlte ja auch noch, daß ich am 3.10. Geburtstag hätte....

euer harlequin
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Sonntag, 27. September 1998

Zwei Dumme, ein Gedanke



Sonntag, 27.09.98

Zwei Dumme, ein Gedanke

featured by MnenomiC

Warum ich das schreibe ,weiß ich selber nicht, aber der harlequin meint ich sollte. Eigentlich schreiben wir das ja auch zusammen, der harle sitzt nämlich neben mir und trinkt meinen Kaffee weg.
Das ich das CGI geschrieben habe, steht ja schon in meinem Tagebuch. Nun kommen wir zu dem Abend/der Nacht, in der wir es verbessert haben.
Zuerst mal wollte harlequin ein paar Features haben, die halt noch fehlten:
  1. Die Tagesnamen über der Tabelle
  2. ein Web-Interface (zur Administration)
  3. Statistiken
  4. einen WYSIWYG-Editor
  5. eine Erwähnung im Copyright
  6. Online-Dokumentation
  7. Cookies

Zu den einzelnen Punkten:
  1. Haben wir in langer Arbeit eingebaut, nachdem wir mehrere Anläufe gebraucht hatten um den 1. eines Monats zu ermitteln und das größere Problem war eigentlich auch noch die passende Anzahl von leeren Tabellenzellen vor und besonders nach den Kalendertagen einzufügen. (Der Kaffeekonsum betrug hierfür nur 2 Kannen)
  2. Soll sich harlequin selber basteln (dauert zu lang und brauch man nun wirklich nicht)
  3. Das werde ich wohl noch in irgendeiner Form einbauen.
  4. siehe Web-interface
  5. ist ja drin und harle musste nur eine halbe Stunde wild auf mich einprügeln.
  6. das Script ist selbsterklärend (außer für harlequin, sonst bräuchte er das nicht)
  7. das ist für ein anderes Script geplant
Das ist das, was ich dazu meine und denke, aber harlequin will nun auch noch sein Senf dazugeben. (Soll er ja auch, sonst wäre das zusammen schreiben ja ziemlich sinnlos)

Exakt. Tja, was soll ich da noch Großartiges zu sagen? Mhm....wir wärs mit: ALLES MEINE IDEE! :-) Nun mal im Ernst: Mich hat das ganze ziemlich angenervt: Diary schreiben, Links in 3! Dateien umändern, umkopieren usw. Aber das kennt ihr sicherlich alle zur Genüge *g*.

Als dann die erste Version zum Script fertig war, ging es an den Feinschliff. Ich hatte eine ungefähre Vorstellung davon, was alles in das Script sollte. Zugegeben manches Feature ist wohl doch etwas übertrieben gewesen, aber was solls - versuchen kann man es ja mal :-).

  1. Die einzelnen Namen der Wochentage, kein Thema - ein bischen HTML in das Skript geschmissen und schon hatten wir Wochentage auf dem Bildschirm. (Kaffeeverbrauch nicht meßbar)
    Problem war, unser Monat fing immer am Montag an :-). Also leere Tabellenzellen einfügen am besten variabel, damit nicht jeder Jahreskalender von neuem eingetippt werden muß ;-). Ich hab keinen Plan vom programmieren, also hat MnenomiC mehr gelitten als ich, obwohl ich den meisten Kaffee soff ;-). Nach unendlichen 3 Stunden und zwei Kannen Kaffee, war es vollbracht.
  2. Webinterface will er mir nich geben.
  3. Bei dem WYSIWYG-Editor schüttelte MnenomiC nur den Kopf. ;-) Weiß gar nicht wieso...
  4. Erwähnung in den Copyrights: *fg* Muß sein, sonst bekomme ich Ärger mit meinem Ego. Und so unwesentlich war mein Beitrag ja nu auch nicht. :-) Und wehe jemand behauptet etwas anders! *versuchbedrohlichzuwirken*
  5. Das Script ist tatsächlich selbsterklärend ;-) Aber ne Onlinedoku is hipp! Will immer noch haben! So mit Java, VRML und Lehrvideo! *autschnichschlagen* :-)
  6. Und die Kekse kommen ja auch noch...
Letztendlich kann man sagen, daß alles so geklappt hat wie wir uns das vorgestellt haben. Obwohl ich die Befürchtung nicht loswerde, daß MnenomiC mich haut, wenn ich das nächste Mal so ne Idee habe :-).

Achja und dann war da noch die Bundestagswahl 1998!

Der Dicke ist weg!

Endlich! Wurde aber auch so langsam zeit! ;-)

Grüße an die Ewigkeit!
euer harlequin & der MnenomiC
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Donnerstag, 24. September 1998

Er hat es getan, völlig irre... ;)

Mal wieder so ein Tag voller Überaschungen. Der Hauskater hat Läuse, obwohl er nie draussen ist und keinen Kontakt zu anderen Katzen hat. Jetzt kratzt er sich wie wild und ist verdammt leicht reizbar :-). Armes Tier, wo es sich doch so ungern kämen, baden, die Krallen stutzen lässt. Nu wird er jeden Tag mindestens einmal mit dem Läusekamm malträtiert.

Jo, da mir mein Auto unterm Hintern weggestorben ist machte ich mich gestern zu fuß auf, um nen Freund zu besuchen. MnenomiC hatte mir nämlich ne Email geschickt, in der er mir mitteilte, daß er das Kalenderskript fertig hätte. Du Wahnsinniger! Da läßt man einmal ne Idee raus und ackerst die ganze Nacht durch ;-). Bei dem Kaffee Konsum wirste noch Anwärter auf "Kunde des Monats" bei "Tscheduscho" :-). Danke dir trotzdem!! Ich werd noch ein wenig dran rumfuschen, gucken was mir noch einfällt. Jedenfalls wird das Skript bald für jeden der DCs, der es gebrauchen kann, zur freien Verfügung stehen.

Dann bin ich abends noch in "Stern TV" reingestolpert, gerade richtig um eine Frage von Herrn Jauch an einen berühmten deutschen Journalisten (komm grad nicht auf den Namen) zu stellen: "Und was wählen sie?". Ui! Das beantwortet der nie! Aber weit gefehlt, der Journalist sagt frei raus: "Ich wähle Schröder." Hochachtung! Die wenigsten Menschen und schon gar nicht Prominente teilen ihre Ansichten so offen mit. Das Wahlgeheimnis ist ne tolle Sache, trotzdem oute ich mich jetzt auch:
Ich wähle Schröder!
Warum? Poah, ne, die ganzen Gründe würden den Rahmen sprengen. :-)

harlequin
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Sonntag, 20. September 1998

Er fuhr Ford....

Moin!

Ein schöner Tag, die Welt steht still, ein schöner Tag. Nicht wirklich. Meine Homepage ist fertig, mein ISDN immer noch platt. Also muß ich entweder warten, bis ich wieder mit der Aussenwelt in Verbindung treten kann oder ich muß einen netten Menschen finden, der mir mal eben seinen Internetanschluß zur Verfügung stellt.

Ich hatte mich also für die zweite Variante entschieden, zog meine Homepage auf ne Diskette und machte mich auf den Weg zu MnenomiC.

So weit - so gut. Da Fiesta es amüsant fand vor einiger Zeit meiner Batterie den letzten Funken Leben auszulöschen, mußte ich meinen Wagen also anrollen lassen. Kein Thema, schließlich wohne ich auf nem Berg (Ne, bin kein Einsiedler! Obwohl...). Mein Schätzchen sprang auch ohne Mucken an.

Doch schon nach ein paar hundert Metern Fahrt meldete sich der Motor mit stottern, dicken schwarzen Rauchwolken aus dem Auspuff und ruckartigen Fortbewegungsversuchen. Da es sich bei meinem Auto nicht um einen Traktor oder ein sonstiges Diesel betriebenes Vehikel handelt, machte ich mir schon ein wenig Sorgen.

Ich spielte also mit dem Gaspedal, redete meinem Wagen gut zu, aber es half nichts. Ein paar Meter Fahrt später hustete die Kiste ein letztes und entgütiges Mal. Der Wagen blieb auf, mittlerweile absolut flacher, Straße stehen und wollte beim besten Willen nicht mehr anspringen.

*waaaaahhhhhhhhh*

Nun gut, da meine Turnschuhe auf Asphalt einen hervorragenden Grip haben, konnte ich meinen herzkranken Kleinwagen auf den Bürgersteig schieben. Mhm, was tun? Meine Familie war ausgeflogen, Telefon ausser Betrieb und so konnte ich den Wagen ja schließlich nicht stehen lassen. Also, Mut gefasst, den korrekten Sitz des Laufwerkzeugs kontrolliert und ab zu MnenomiC.

Zum Abschied trat ich noch mal liebevoll gegen einen Vorderreifen meines Autos und murmelte noch ein paar bewegende Worte wie: "Er fuhr Ford und kam...". Aber lassen wir das.

Als ich dann endlich vor MnenomiC's Haustüre stand, wurde mir klar, daß ich von Anfang an hätte zu Fuß gehen sollen...schließlich dauerte der Fußmarsch von meinem Domizil zur "Casa MnenomiC" nicht mal 10 Min. *argh* Ich und meine Bequemlichkeit, dafür werde ich wohl nie eine Auszeichnung von Greenpeace bekommen, eher wohl von Aral, Shell, Dea oder etwas in der Art. :-)

Nach etwa dem 15 Mal gab ich das Klingeln auf und fand mich damit ab, daß MnenomiC sich auf der Kirmes befand und so richtig spaß hatte.

Zurück nach hause. Dort schnappte ich mir das Fahrrad meiner Mutter und machte mich zu meinem Bruder auf. Es ist schon ein unvergleichliches Erlebniss, wenn man mit seinen knapp 179cm Körperlänge auf nem Damenrad hockt, das für eine Person angepasst ist die über 20cm kleiner ist, als man selbst. *g*

Nachdem ich also völlig fertig bei meinem Bruder ankam und die Familie beim Abendbrot störte, was mich nicht gerade zum Verwandten des Monats machte ;-), fuhren wir zurück zu meinem vereinsamten Fiesta, hauchten ihm Leben ein und verfrachteten ihn zurück auf den heimischen Parkplatz.

Unterdessen war es Dunkel geworden und ich hatte echt keine Lust mehr, mit dem Fahrrad oder zu Fuß in Richtung MnenomiC zu reisen.

Ein schöner Tag, die Karre steht still, ein schöner Tag.

Trotzdem werde ich mich nicht bekehren lassen. Ein berühmter Engländer meinte mal "no sports" und ich schließe mich dem an. Alles, was mit körperlicher Bewegung im Zeichen des Sports in Verbindung steht, versuche ich zu meiden :-). Es gibt da zwar ein paar Ausnahmen, aber die würde ich nie als Sport sondern als Vergnügen bezeichnen *fg*.

bis denne

Eurer harlequin
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Mittwoch, 16. September 1998

Jungendsünden

Tach!

Jo, ich hab zwei alte Jugendsünden wiedergefunden (ne hat nix mit Sex zu tun, schämt euch! ;-). Sind zwei Texte die ich mal geschrieben und weiter verschenkt hatte, wieso ich sie nicht besser für mich behalten habe weiß ich nicht. Ich litt wohl damals an geistiger Umnachtung, aber irgendwo muß man mal Druck ablassen - sonst platzt man früher oder später! Die packe ich unter Getexte, mal gucken was ihr davon haltet, aber eins noch vorweg: Sie sind zwar von mir,umschreiben aber eine Situation in der Vergangenheit mit Mitteln und Extremen die Nichts mit der Realität zu tun haben. Also keine Panik, ist lange her und die Situation ist wirklich geklärt. *smile*

Mein Homepage Design nimmt auch so langsam Gestallt an. Die "blaue Phase" scheine ich überwunden zu haben ;-).

CU

harlequin
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Sonntag, 13. September 1998

Familie ist was feines

Moin!

Familie ist was feines! :-) Vor allem, wenn man ihnen aus den Weg gehen kann. Da hab ich doch glatt den Geburtstag von meinem Vater vergessen *reibdieaugenwieschonsospät*.

Früher, ja früher war alles einfacher. So bis zum 9 - 10 Lebensjahr konnte man sich problemlos mal eben schnell hinsetzen und irgendein Kunstwerk malen mit nem "Alles Gute zum Geburstag!" und schon war der Familienfrieden gerettet, aber jetzt?

Muttertag war auch immer so ne Sache, konnte ich mir nie merken, ich fuhr ja nie an den Läden vorbei wo man mit Werbung "am ... ist Muttertag" beglückt wurde. Dann hieß es immer früh aufstehen und mit Vatern zum Holländer Blümchen kaufen. Jetzt ist sogar Blümchen schwer zu kriegen ;-).

Und dann war da noch der Geburtstag meiner Mutter :-). Das gleiche wie am Muttertag, nur das ich ihn dank der deutschen Einheit nun wirklich nicht mehr vergessen kann. DANKE HELMUT! Wieso der 3. Oktober? Hä? Und? Ahja, verstehe. Großen Kalender genommen - Augen zu - blättern und irgendwo anhalten. *waaaahhhhh* Aber doch nicht am 3. Oktober! Toll! Echt super.

Aber ich schweife ab :-). Mal gucken ob ich nicht noch einen Gutschein zum Weiterverschenken habe :-).

bis denne

Eurer harlequin
geschrieben von harlequin ( The early years.... ) :: Kommentare(0) :: Permalink ::
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